Der Generalanzeiger Bonn berichtet… 17.06.2010

Die ganze Version ist online unter folgendem Link einsehbar:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/artikel.php?id=749710

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TV-Live-Auftritt der Benztown Beduinen in der SWR Landesschau

Die Benztown Beduinen werden berühmt… oder zumindest sind sie nah dran.

Anbei die Links zu den 3 Teilen des TV-Live Auftritts in der SWR Landesschau am 16.06.2010:

Erster Teil:

http://www.youtube.com/watch?v=0QlJmuDnqpE

Zweiter Teil:

http://www.youtube.com/watch?v=hSs58YH99bU

Dritter Teil:

http://www.youtube.com/watch?v=j9lReRpBk2g

Viel Spass beim Schauen!

Hinter den Kulissen der TVShow, die 3 Benztown Beduinen Christoph Gatty, Dirk Steffens und Manuela Hartmann zusammen mit der Moderatorin der SWR Landesschau Annette Krause.

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Die Stuttgarter Nachrichten berichten (12. Juni 2010)

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So wichtig wie die Fahrer selbst: die Sponsoren – ein Dank

Die Beduinen nach der Schlussetappe - ohne die Sponsoren hätten wir es nie bis dahin geschafft

Zum Ende der Rallye hier noch mal ein Dank an alle, die uns das große Abenteuer erst ermöglicht haben – unsere Sponsoren. Durch ihren Einsatz – finanziell und mit Rat und Tat – haben sie unser Projekt maßgeblich unterstützt. Vor ihrer Bereitschaft zur Unterstützung und ihrem Enthusiasmus für unsere Idee ziehen die Beduinen ihren Turban.

Ohne Mercedes-Benz Ersatzteile, die unsere Autos gründlich, in wochenlanger Arbeit und mit viel persönlichem Engagement unter die Lupe genommen haben, wären die betagten T-Modelle wahrscheinlich schon an der ersten Kreuzung stehengeblieben.

Ohne Mercedes-Benz Charter Way wäre unser Team-Outfit weitaus unspektakulärer ausgefallen und ohne die Charter-Way-Give-Aways hätten wir auf der Strecke viel weniger Kinderaugen zum Leuchten gebracht

Ohne Bosch Power-Tools wäre die Schrauberei an den Autos viel antrengender gewesen und die Handwerker an dem karitativen Projekt in Jordanien hätten nur China-Werkzeug zum Bau ihrer Käserei

Ohne die Bosch GmbH und Truck Store und Mercedes-Benz Offroad würden sich jetzt keine Kinder in Jordanien und Syrien über Spielzeug freuen und unsere Vereinskasse wäre etwas leerer.

Ohne einen guten Freund, der uns mit gigantischen Mengen Red Bull versorgt hat, hätten wir sowohl die langen Schraubabende als auch die 18-Stunden-Etappen bis Istanbul nicht durchgestanden

Ohne den VfB-Stuttgart und seine Balllieferung würden sich die Kinder entlang der Strecke jetzt nicht auf die WM 2018 vorbereiten können.

Ohne die Weinkellerei Klaus Keicher, die Weinkellerei Rolf Willy, Stuttgarter Hofbräu und Schönbuch Bräu, hätten wir in der arabischen Welt überhaupt keinen Alk zu trinken gehabt und die vorbereitenden Grillabende wären viel langweiliger verlaufen.

Ohne Spreadshirt wären uns schon nach der 3. Etappe die Team-T-Shirts ausgegangen.

Ohne unsere Partner und Partnerinnen, die uns in die jordanischen Wüste haben ziehen lassen, hätten wir nicht in die Wüste ziehen können.

Ohne eine Vielzahl helfender Hände und anderer Unterstützer hätte es auch nicht geklappt.

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Israel und Arabien: Kultureller Gegensatz Frau

Nachdem die Autos abgegeben sind, tingeln einige Beduinen gerade noch ein bischen durch Israel. Israel und die arabischen Staaten, durch die wir vorher gereist waren, das vertraegt sich bekanntlich ja nicht so. Wir haben beide Welten bisher als unterschiedlich, aber durchaus sympathisch wahrgenommen.
Unterschiedlich, weil:
– die Gassen in Arabien viel enger sind als in Israel
– die Altstaette in den arabischen Metropolen immer ein bisschen nach Abfall riechen
– die Autos in Arabien viel, viel aelter sind, als in Israel
– die arabischen Haendler wenn man mit ihnen ins Geschaeft einsteigt, einen verschmitzten Charme besitzen, der den eher westlich eingestellen israelischen Kraemern abgeht
– das Preisniveau in Israel bei allem viel hoeher ist
– wir in ganz Arabien – immerhin haben wir dort mehrere Meteropolen voll durchquert – nur einen Supermarkt gesehen haben
– der Kaffee in Arabien tatsaechlich besser ist
– die Polizei in Arabien auch mal Bakschisch annimmt
– in Israel irgendwie jeder eine Waffe traegt

Der groesste Unterschied aus unserer zutiefst subjektiven Sicht betrifft aber die Frauen. Ausser unseren Rallyedamen, Henni, Manuela und unseren Fans Heike, Marcella und AK haben wir (leicht uebertrieben, im Kern dennoch zutreffend) in ganz Arabien keine Frau gesehen. Nicht mal die jordanische Prinzessin kam, anders als zugesagt, zur Siegerehrung. Radikal aenderte sich das etwa einen Meter nach Uebertritt der israelischen Grenze. Man koennte es als fast schon provokativ bezeichnen, was Israel an seiner Aussengrenze nach Jordanien, die wir vor zwei Tagen uebertreten haben, auffaehrt – fast nur Frauen. Frauen in Uniform mit MPs, Frauen am Passkontrollhaueschen, Frauen beim Gepaeckcheck, Frauen bei den diversen Sicherheitskontrollen, Frauen in der Geldwechselstube. Der Sicherheitsstreifen zwischen der arabischen und der israelischen Welt ist ziemlich weiblich. Frauen schuetzen aber offenbar nicht nur die Aussengrenzen des Judenstaats, nein vielmehr scheint selbiger zum Grossteil aus ihnen zu bestehen. Eine kleine Ausnahme bietet hier wohl Jerusalem, weil es einerseits viel arabischer gepraegt ist als wir alle dachten, andererseits auch eine Hochburg der ultraorthodoxen Juden zu sein scheint, bei denen die Frauen offenbar auch noch im Schatten ihrer Maenner stehen und daher oft lieber zuhause gelassen werden. Wie dem auch sei: Sonst ueberall nur Frauen, und jung: Kein Wunder: unser Reisefuehrer, immerhin der Baedeker, den schon Lawrence von Arabien bei seinen Touren durch die Levante mit dabei hatte, schreibt, das Durchschnittsalter der Israelis liege bei deutlich unter 30 Jahren. In den kommenden Tagen werden wir uns das aus kulturellem Interesse genauer anschauen, und zwar am Stand der herrlichen Metropole Tel Aviv. Mal sehen, ob die Frauen nicht nur die Grenzen, sondern auch die Kuesten bewachen.

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Vier fuer alle, den Vierten fuer uns!

Aehm…, Ach ja, uebrigens: Das mit dem vierten Platz fuer die Benztown-Beduinen bei der Allgaue-Orient-Rallye ist zwar ziemlich wahrscheinlich. Mitunter sogar so wahrscheinlich wie der Platzer eines Winterreifens in der Wuestensonne bei 50 Grad, aber eben doch nicht so ganz sicher. Denn: Eine echte Rangliste gibt es bei der Allgaeu-Orient nur bis Platz drei. Ab da vergeben die Organisatoren fuer jedes Team den gnaedigen vierten Platz. Das sollte der Ehrlichkeit halber gesagt sein. Sorry, hatte ich bisher vergessen…
Dennoch: Gute Praxis ist es bei der Allgaeu-Orient, dass die Teams mit den meisten Punkten immer zuletzt genannt werden. Und weil das auf uns zutraf, ist es eben sehr, sehr – mitunter sogar sehr, sehr, sehr – wahrscheinlich, dass die Primus-inter-Pares-Regel auf die Benztown Beduinen zutrifft – und wir tatsaechlich Vierter sind. Wie dem auch sei: Fuer Millionen von Fans innerhalb und ausserhalb der Erdumlaufbahn sind wir eines sicher: Zumindet moralisch ganz weit vorne!

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Pein auf dem Parkplatz: Abschied von den T-Modellen

Natuerlich wussten wir, dass dieser Moment irgendwann kommen wuerde. Wir hatten uns das so vorgestellt: Durch einen lorbeerbekraenztes, ueberdimensioniertes Tor fahren wir am Ende aller Leiden und Tortouren der 5500-Kilometer-Rallye mit unseren betagten Autos beim jordanischen Koenig vor, der uns mit seinem Beduinendolch im Gegenzug fuer unsere gute Tat der Autospende zu Rittern des jordanischen Weltreichs erklaert und uns zumindest Dauerkarten im besten jordanischen Hamman in die Hand drueckt.
Am Ende war es dann leider nur ein trister Parkplatz vor dem noblen Ammaner Regency Palace, auf den wir am 16. Mai, kurz vor Mitternacht, vorfuhren. Der Parkplatz ist ungefaher so gross wie zwei Fussballfelder und ganz wie auf den Bolzplaetzen der unteren Ligen nach dem Abstiegsspiel roch es auch hier nach einer Mischung aus Schweiss und Urin. Alles stand schon voll mit Rallyewagen. Der Audi 100 CS Quattro Fliessheck, fuer den Liebhaber in Deutschland wohl einen 5-stelligen Betrag hingeblaettert haetten, die S-Klassen von Aquarabia, die E-Klassen der Wuestensterne und die Fiat Pandas, die wegen ihrer Schrotthaufenaura auf der Strecke immer am meisten Aufmerksamkeit erregten. Und jetzt parkten auch wir unsere T-Modelle an diesem Ort, der an Tristesse nur von der ostjordanischen Steinwueste bei Sandsturm uebertroffen wird. Ich sehe an dieser Stelle von einer genaueren Beschreibung der weiteren Geschehnisse ab, da er fuer viele Beduinen den Bereich de Persoenlichen beruehrt. Nur so viel. Es waren ergreifende Momente, die sich hier, im Schatten des 5-Sterne-Palastes in Amman, abspielten. Alles, was die Hyaenen von Petra unseren Daimlern nicht schon frueher entrissen hatten, nahmen wir mit. Typplaketten, Mercedessterne, Betriebsanleitungen. Und das nur um ein bisschen Erinnerung mit hinueber nach Deutschland zu retten. Waere da nicht die 20-Kilo-Gepaeckregelung am Flughafen, haetten wir wahrscheinlich auch Pleuel, Nockenwellen und Sperrdifferenziale eingepackt. So aber blieben die intakten T-Modelle irgendwann an diesem Abend allein auf dem miefigen Parkplatz zurueck. Für einen guten Zweck. Das ist OK so.
Weiter oben, in der feinen Lobby des Regency, ertraenkten die Beduinen spaeter ihren Kummer mit teurem Importbier. Irgendwann stiegen wir – zum ersten Mal seit Wochen uebrigens – in ein Taxi, verliessen den Autofriedhof mitten in Amman und blickten nicht zurueck.

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