Etappe 9: Vom Kulis bis Hama: Freundliche Menschen im Schurkenstaat

Als wir aufwachen kreist ein Militaerhubschrauber ueber uns. Wir haben auf einem Tankstellenparkplatz 30 Kilometer nach der Grenze geschlafen, und dass da heute morgen keine Trucks, Baujahr 1956, sondern die Beduinenfahrzeuge stehen, war fuer die syrische Luftwaffe wahrscheinlich einen Blick wert. Egal, wir fahren weiter, machen Station in Aleppo, der alten Kreuzfahrerstadt mit der groesten Zitadelle des Orients und dem groessten – heute leider geschlossenen- Basar der Welt. Syrien empfaengt uns, wie wir es nicht erwartet hatten. Immerhin gilt die Diktatur als Schurkenstaat und wird in einer Reihe mit Sudan oder Nordkorea genannt. Davon heute keine Spur. Die Leute sind nett, freundlich, aufgeschlossen. Keine Abzocke. Jeder bietet Hilfe an. Mehrmals ist es uns seit unserer Ankunft in Syrien passiert, dass die Menschen alles stehen und liegen liessen, sich auf ihr Moped schwangen und vor uns durch eine der roehrenden Metropolen brausten, wenn wir mal wieder den Weg verloren hatten. Bezahlung wurde durchweg abgelehnt. Germany als Codewort und die Rallye, die unter anderem ein Kinderheim in Salamiah, oestlich von Hama unterstuetzt, reichten aus, um die meisten Hebel in Bewegung zu setzen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s