Rallyegedanken 8: Leben im Auto

Wie hier in einem Pfirsichhain in Griechenland hiess es jeden Abend: Rein ins T-Modell zum Schlaf tanken. In diesem Fall hat uns am Morgen der Bauer geweckt, sonst auch mal klaeffende Hunde, Verkehrslaerm oder die Hitze des Morgens in der Wueste

Eine Rallye wie die Allgaeu-Orient zu fahren, bedeutet mit seinem Auto eins zu werden. Der Wagen ist Fortbewegungsmittel, Wohn- und Schlafzimmer, Speisekammer, Schutzraum bei Nacht und Werkstatt in einem. Morgens stehen wir auf, wenn die gleissende Sonne die Hitze im Fond unertraeglich werden laesst, eine Stunde spaeter sitzen nwir am Steuer. Wir essen waehrend des Fahrens, wir schlafen waehrend des Fahrens und wir kommunizieren waehrend des Fahrens ueber Funk. Nur zum Tanken steigen wir unter Tags aus, oder wir legen die Landkarte auf die Motorhaube, um die Route zu planen. Abends raeumen wir die vollgestopften T-Modelle aus und legen uns in den Kofferraum.
In der Hitze der syrischen und jordanischen Wueste – gerade hat es 35 Grad Celsuis – kleben die Kleider nach fuenf Minuten am Koerper. Die Klimaanlagen sind laengst defekt und durch die offenen Fenster wirbelt Staub hinein, der sich auf die Haut legt und dort zu einem klebrigen Film verkrustet. Alles pappt, klebt. Im Rueckenbereich verwaechst man so nach einigen Stunden Fahrt mit dem Sitz. Erst wenn es Nacht und kehler wird entlaesst einen das Gestuehl aus seiner feuchten Umarmung.

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