Etappe 11-1: Wir schwimmen nach Jordanien

Das Fahrwerk des Daimlers von Walther und Christian rollte zwischenzeitlich wie ein Beiboot in der Duenung. Erst zur finalen Wuestenetappe setzten wundersame Selbstheilungskraefte ein.

Daimler in Sindelfingen baut Autos. Klar! Nein, so klar ist das nicht. Wir steuern gerade ein Schiff, das ueber die Vorderachse rollt wie ein Beiboot in der Duenung. Derr W 124 von Walther R. und Christian G. ist schwer angeschlagen. Seit der Istanbul-Etappe sind die vorderen Stossdaempfer quasi nicht mehr existent. Mehrere Querrillen haben die Oelzylinder geplaettet. Einer, der es wissen muss, sagt: „Die Teile koennt ihr wegschmeissen. Wenn ihr nicht schneller als 80 fahrt, passiert aber auch nichts.“ So ist es. Ab Tempo aber entwickelt das Fahrwerk des Daimler ein eigenartiges Eigenleben. Der Stern auf der Haube bewegt sich aus der Perspektive des Fahrers wahlweise diagonal oder direkt seitwaerts, sobald ein Schlagloch oder eine Bodenwelle auch nur in Sicht kommt. Das T-Modell rollt irgendwie nach allen Richtungen hin, bauemt sich beim bremsen auf, und faellt beim Beschleunigen in sich zusammen wie Salzburger Nockerln in der Mittagshitze. Reparieren wuerde viel Zeit kosten. 24 Stunden. Und Geld. Beides haben wir nicht. Daher schwimmen wir auf den loechrigen jordanischen Landstassen weiter. Immer Richtung Wadi Rum, der Oase ganz im Sueden des Haschemitenreichs.

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